JUGENDFUSSBALL IM BEZIRK ALB  

1. Hallenspieltag für Bambinis auf der Münsinger Alb

„Klappt das ohne Schiedsrichter?“, oder „Keine Tabelle und Endspiel?“. Etwas skeptisch waren einige anwesende Bambinitrainer in der Münsinger Beutenlayhalle schon, als die Instruktoren Claus Ulmer und Francesco Vaz, die neue Spielauffassung des wfv im Kinderfußball, den aufgeschlossenen Trainerkollegen vorstellten. Sie nahmen sich am Samstag viel Zeit, um die vorgeschaltete Trainerfortbildung zu besuchen und gleich anschließend am Hallenspieltag das vorgestellt Konzept live zu erleben.

Das neue Konzept sieht vor, die bekannten Hallenturniere in der Saison 2013/2014 durch sogenannte Hallenspieltage im Bambinibereich zu ersetzten. Das Ziel muss sein, das Spiel den Kindern anzupassen und nicht umgekehrt. Dies ist ein weiterer wichtiger und logischer Schritt bei der Weiterentwicklung des Kinderfußballs, nach dem schon vor 4 Jahren die Spielfelder und die Spielerzahl auf dem Feld verringert wurde. Diese neue Veranstaltungsform ermöglicht den Kindern die viel benötigten zusätzlichen Ballkontakte und beschert allen Kickern Erfolgserlebnisse. Ein enormer Vorteil ist die Flexibilität bei der Spielplan- und Teamgestaltung, die es ermöglicht, dass alle Spieler ihre maximalen Einsatzzeiten von mindestens 30-35 Minuten!! bekommen. Das Kernspiel ist ein 3 gegen 3 Spiel, bei dem alle Kicker laufend gefordert und „im Spiel“ sind.

Am Samstag spielten die Bambiniteams des SV Auingen, FV Bad Urach, FC Römerstein und der TSG Münsingen auf kleinen, kindgerechten Feldern miteinander. Dabei durften die Vereine wirklich alle Bambinikicker zum Hallenspieltag mitbringen, die auch im Verein kicken. Die Spielfelder, hier waren es die Micky-Maus-Arena und das Piratenstadion, hatten eine Größe von ca. 9 x 14 Meter (je nach Hallengröße) und wurden mit Toren aus kleinen blauen Turnmatten ausgestattet. Ein sehr wichtiger Baustein in diesem Konzept ist das Spiel ohne einen Schiedsrichter. Die Kinder sollen versuchen, sich selbst zu regeln. Bei ganz besonders schwierigen Entscheidungen oder bei Uneinigkeit, stehen natürlich die Cheftrainer bzw. deren Spielhelfer bereit, um vielleicht mit einem Impuls das Spiel wieder in Gang zu bringen. Und: „… es funktionier!“, war nachher die einhellige Meinung aller Trainer.

Was machten die Kinder, die gerade nicht Fußball spielten? Eine weitere Neuerung, gegenüber den herkömmlichen Turnieren, ist die Einrichtung einer Bewegungs- bzw. Tummelzone. Ein Teil der Halle wird, mit Hilfe der Eltern mit einfachen Turngeräten und Bewegungsstationen bestückt. Das Angebot wurde natürlich reichlich angenommen und nach einer Trinkpause zusammen mit den Geschwisterkindern ausgiebig geklettert, geschaukelt und gekrabbelt. Alle konnten sich zusätzlich auspowern und nebenbei wurden die koordinativen Fähigkeiten spielerisch geschult. An das elektronische Spielzeug wurde absolut nicht gedacht.

Nach dem Ende der Spielrunden, bildeten alle Kicker und ihre Trainer noch einen Abschlusskreis, die Leistungen der Kicker wurden nochmals herausgestellt und mit einem Motivationsruf beendet. Nachdem die Bambinis zum Umziehen verschwunden waren, haben viele Eltern zusammen mit den Organisatoren, unter dem Motto: „Wir sind ein Team!“, die Spielstadien und die Bewegungszone abgebaut. Der Hallenspieltag dauerte, mit Auf- und Abbau nicht mal 2,5 Stunden und war für alle Beteiligten ein sehr schönes und kurzweiliges Fußballerlebnis.

Weitere Infos zu den Hallenspieltagen, der nächste Spieltag wird am 20.01.2013 in Dettingen/Erms durchgeführt, gibt es unter "Hallenspieltag".

Seit April 2008